Freitag, 12. Oktober - Actividades culturales

Den für uns verpassten Feiertag in Deutschland am 03.Oktober (Tag der deutschen Einheit) holten wir in Spanien am 12.Oktober „ Fiesta Nacional de España“ (Nationalfeiertag) nach. Wir mussten somit an diesem Tag alle nicht arbeiten und entschieden uns mit dem Organisator der Sprachschule José kulturelle Aktivitäten zu machen. Angefangen haben wir mit der Besichtigung der Kathedralen, zum Einen der neuen und zum Anderen der alten. Zudem konnten wir in der Kathedrale sehr hoch gehen und standen am Ende auf einem sehr schönen Aussichtspunkt. Dieser ist der höchste Aussichtspunkt in Salamanca und der zweithöchste in ganz Spanien.

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Danach gingen wir weiter in das Museum „Casa Lis“, ein Museum der dekorativen Kunst. Nachdem wir das schnell hinter uns gebracht haben, hatten wir gegen 14 Uhr Siesta. Um 16:30 Uhr trafen wir uns dann wieder am Plaza Mayor, um uns den Fluss „Tormes“ anzuschauen und dort Tretboot zu fahren. Darauf freuten wir uns am meisten, und liefen, wie jedes Mal, natürlich wieder sehr weit, um ihn zu erreichen. Leider sahen wir schon aus der Ferne, dass es geschlossen aussah. Die Enttäuschung war groß. Danach gingen wir noch schnell in einen schönen Garten „Jardín de la Merced“ und auch dort bot sich uns ein schöner Ausblick. Das reichte auch erstmal für die Kultur Salamancas. Aufgrund des Feiertages konnten wir am Abend noch den Plaza Mayor in bunten Lichtern sehen. Den Abend ließen wir mit zwei oder auch drei Gläsern Sangria ausklingen.

Mittwoch - 17.10.2018

Die letzte Arbeitswoche ist nun angebrochen. Für Lena beginnt der Tag daher entspannt um 11 Uhr und einem zweiminütigen Arbeitsweg zu Fuß. Ihr Praktikumsbetrieb "Oxfam intermon" setzt sich für den fairen Handel und Gleichheit auf der ganzen Welt ein. In dem Geschäft arbeiten morgens und abends jeden Tag jeweils zwei Freiwillige, wodurch Lena viele neue Leute kennen lernen durfte. Die Sprachbarriere führte bei der Kommunikation mit den Mitarbeitern und Kunden ab und an zu Schwierigkeiten, da sie erst bei diesem Aufenthalt in Spanien die Sprache lernte. Jedoch löste man dies mit Händen und Füßen sowie Google Übersetzer, was zu schnellen sprachlichen Fortschritten führte.

Im Gegenteil dazu muss Katharina die Arbeit um 10 Uhr beginnen, kein Vergleich zu Deutschland, und läuft ungefähr fünfzehn Minuten zur Arbeitsstelle. Nachdem der Männerladen „Puro Ego“ uns nicht wollte, hat Katharina eine super Praktikumsstelle in dem Naturladen „Natura“ bekommen. Der Laden gefällt ihr total gut und auch die beiden Mitarbeiterinnen sind super lieb. Aus diesem Grund kann man es nur positiv nehmen, dass der andere Laden sie nicht wollte. Katharina hilft beim dekorieren neuer Produkte, räumt die Produkte wieder auf und alarmiert die Produkte. In der Siesta von 14 bis 17 Uhr gehen Lena, Katharina, Marlena und Johanna oft erstmals Tapas oder ähnliches essen. Wenn die Arbeit dann um 17 Uhr wieder beginnt, müssen Katharina und Lena noch bis 20 Uhr arbeiten, was ziemlich ungewöhnlich ist. Daran gewöhnt man sich aber sehr schnell. Nachdem Lena ihren kurzen und Katharina ihren viertelstündigen Heimweg hinter sich haben, gehen die beiden in den Essenssaal des Wohnheims und lassen sich Fastfood-mäßig bekochen.

Katharina Athens & Lena Wileczelek

15.10.2018

Mein Praktikum mache ich bei YMCA. YMCA ist die spanische Version von CVJM ( Christlicher Verein junger Menschen ), ich leiste hier also soziale Arbeit.

Morgens betreue ich die Sprachkurse für Erwachsene mit Migrationshintergrund und nachmittags helfe ich zum Beispiel Kindern mit einer Matheschwäche oder bei den Hausaufgaben.

Zweimal die Woche nehmen wir uns Zeit für die Unterstützung der Eltern, die ihren Kindern gerne bei den Hausaufgaben helfen würden, aber es noch nicht schaffen. Entweder beherrschen sie die Sprache noch nicht oder sie empfinden die Aufgaben selbst als zu schwer.
Mit meinem Praktikumsplatz bin ich sehr zufrieden, da ich hier auf Menschen aus aller Welt treffe und mein Spanisch schon deutlich besser geworden ist.

Filippo Masella

08.10.-10.10. Marlena Reppin
Die erste Woche mit so vielen neuen Eindrücken verging wahnsinnig schnell, und Montagmorgen fing dann auch schon unser Praktikum an. Marlena arbeitet in einem Sportgeschäft und hilft dort beim Kleidung einräumen und Kunden beraten, während Johanna in einer Sprachschule untergebracht ist und Recherche nach neuen potenziellen Kunden (also Schulen) betreibt. Die Arbeitszeiten waren für uns zunächst gewöhnungsbedürftig: Die Arbeit fängt erst um 9 bzw. 10 Uhr an und ab 14 Uhr ist dann erstmal Mittagspause, in der die meisten Spanier zuhause Mittagessen und eine kleine Siesta machen. Wir haben unsere Mittagspausen bisher immer im Zentrum verbracht, wo wir uns etwas zu essen kauften und die Sonne genossen. Anschließend ging die Arbeit dann nochmal ab 16/17 Uhr für ca. 2-3 Stunden weiter. Die Zeiten sind für uns sehr ungewohnt, da wir abends auch erst gegen zehn Uhr Abendessen und danach total platt ins Bett fallen. Daher haben wir in den letzten Tagen leider kaum etwas unternommen.

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06.-07.10. Marlena Reppin

Das erste Wochenende in Spanien haben wir vier Mädels in Madrid verbracht. Samstagmorgen ging es um 9 Uhr los, gegen Mittag waren wir dann endlich in Madrid und haben uns direkt auf den Weg zum Hotel gemacht. Nachdem wir eine Kleinigkeit gegessen hatten und uns im Zimmer frisch machen konnten, ging es mit der Metro los ins Zentrum. Dort haben wir zunächst die Läden erkundet, in Madrid gibt es zum Beispiel einen Primark, der ein riesiges Haus mit 5 Etagen einnimmt. Am Nachmittag haben wir im Park Retiro die Sonne genossen und waren dann anschließend noch im Museo del Prado, dem Nationalmuseum von Spanien, denn den freien Eintritt für zwei Stunden durften wir uns nicht entgehen lassen. Am nächsten Tag haben wir uns dann noch den Palacio Real und die dazugehörige Katedrale angeschaut. Nachdem wir dann auf der Terrasse eines großen Einkaufszentrums Madrid nochmal von oben sehen konnten und eine Kleinigkeit gegessen haben, ging es spätnachmittags auch schon wieder zurück nach Salamanca. Madrid war trotz der kurzen Zeit definitiv eine Reise wert, auch wenn wir Salamanca schlussendlich doch schöner finden.

5.10. Filippo Marsella
Nachdem meine Schwester erfahren hat, was es alles für Läden in Salamanca gibt, durfte ich in meiner Pause durch die halbe Stadt laufen, um ihr Sachen zu kaufen. Den restlichen Tag verbrachte ich mit meiner Gastfamilie, bestehend aus meinem Gastbruder, der ein Student aus der Schweiz ist, meiner Gastmutter, die sehr gut kochen kann und Mika aus meiner Schule.

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4.10. Filippo Marsella
Am nächsten Tag begann die Schule wieder um 10.00 Uhr und wir lernten, wie man Persönlichkeiten auf Spanisch vorstellt. Um 13.00 Uhr (Mittagspausenzeit) habe ich die Geschäfte der Stadt erkundet. Mode scheint in Spanien ein großes Thema zu sein, in gefühlt jeder Ecke befindet sich ein Zara Store und in jeder dritten eine Parfümerie. Die Bewohner der Stadt schienen sowieso viel Wert auf das äußere Erscheinungsbild zu legen, denn in den Einkaufspassagen könnte man sich überall (Friseur, Kosmetik…) für Hunderte von Euro pflegen lassen.

02.10.2018
Gestern Abend konnten wir noch den neuen Praktikumsplatz von Katharina kennenlernen. “Natura” verkauft Kleidung, und die Angestellte hat Katharina gleich sehr nett begrüßt. Jetzt geht sie mit einem guten Gefühl in die nächste Woche und freut sich schon auf ihr Praktikum.
Nach einem leckerem Abendessen in den Familien sind alle müde in ihr Bett gefallen … es war schon ein aufregender und auch anstrengender Tag.

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Heute morgen haben wir uns alle im Tellus College im Unterricht von Angela wiedergesehen. Sie spricht gut englisch und auch ein bisschen deutsch, so dass sie super Hilfestellung leisten kann. Sie haben Berufe gelernt, ein kahoot erstellt und die Sehenswuerdigkeiten von Salamanca theoretisch kennengelernt. “La casa de las conchas” wurde (Muschelhaus) bereits in der Mittagspause bei strahlendem Sonnenschein auf dem Weg zu einem “bocadillo de jamón” und “hornazos”, einer Spezialitaet aus Salamanca mit Schinken und Salami wiedererkannt. Die spanischen Uhrzeiten sind schon anders, wir haben von 10.00 bis 13.00 und von 17.15 Uhr bis 19.15 Unterricht. Mika hat erstmal eine Siesta im Park vor der Uni eingelegt, die Damen waren unter anderem bei Zara shoppen. Ein Shop ist doch tatsaechlich in einer ehemaligen Kirche untergebracht, schon cool.
Vor dem Nachmittagsunterricht wollten sich die Damen mit einem Getränk stärken, doch der Flaschenöffner fehlte. Sie sprachen eine Truppe junger Männer und einer Frau mit der Bitte sie ihnen zu öffnen an. Die Emanzipation in Spanien hat sich voll durchgesetzt, die Frau öffnete ihnen die Flaschen. Reine Automatenshops sind uns auch schon begegnet, ich bin gespannt, ob sie sich auch bei uns durchsetzen.
Jetzt geht es im Unterricht weiter mit Vorlieben. „Me gusta mucho este grupo de estudiantes“, kommentierte Angela ihre neue Lerngruppe.

30.09. und 1.10.2018  España – wir kommen

Die Vorfreude auf Spanien war groß, der Papierkrieg erledigt und die Vortreffen entspannt, doch dann kam Hektik auf, weil ein Teilnehmer eine Woche vor Abreise krankheitsbedingt absagen musste. Damit keine Fördergelder verfallen, suchte ich ausnahmsweise auch in den Unterstufen nach Ersatz. Ein Hoch auf Filippo, er hat noch am selben Tag zugesagt und musste nun Berge an Papierkrieg zeitnah erledigen.

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Der Flug konnte nicht umgebucht werden, wir mussten neu buchen und…? Verkehrte Welt, die Lehrerin fliegt Holzklasse, der Schueler Business, ich hatte eigentlich darauf gesetzt, dass er noch mit mir tauscht. Stattdessen genoss er das Menü in der Businessclass, während wir darben mussten. Schon vorher mussten wir auf ihn warten, da 32 kg Gepaeck noch auf 23 kg am Flughafen reduziert werden mussten. Dabei hatte ich bis dato immer noch gedacht, im Notfall könnten die Jungs noch was von den Mädels einstecken…, man lernt nie aus. Bei Lena hatte sogar noch eine Kuscheldecke in den 23 kg Platz, “man weiss ja nie.”
Im Flieger herrschte eine seltsame Stimmung. “Ich fliege mit einem lachenden und einem weinenden Auge”, sagte Marlena ganz treffend zu der Mischung aus Abschiedsschmerz und Vorfreude. In Madrid angekommen, versuchten wir, einen Bus früher nach Salamanca zu bekommen, doch leider mussten wir den vorgebuchten zwei Stunden später nehmen. Also zurück vom Busbahnhof hinein in den klimatisierten Flughafen, die gleissende Hitze waren wir nicht mehr gewohnt. Endlich im Bus wurde erstmal ein Nickerchen gemacht, wir waren schliesslich alle um 6.00 aufgebrochen.
In Salamanca wurden wir von José vom Telluscollege, einer Gastmutter und einem Gastvater empfangen. Die erst noch ungewohnten Küsse zur Begrüßung kamen auf einige zu. Buskarten und Stadtpläne wurden verteilt und ab in die Gastfamilien. Katharina und Lena fuhren mit José Taxi, da ihre Familie laut José viele Gäste hätte. International ist es hier überall, die älteste Uni Europas und viele Akademien und Sprachenschulen locken Gäste aus aller Welt. In der Gastfamilie von Johanna und Marlena wohnt noch eine Chinesin, Katharina und Lena sind mit den oben erwähnten weiteren Gaesten erstaunlicherweise in einem Wohnheim zusammen mit Iren, Argentiniern und Portugiesen untergebracht. Mika und Filippo wohnen zusammen mit einem Schweizer in einer Familie, der zu Mikas Erleichterung schon einige Übersetzungsdienste in Gesprächen mit der Gastmutter geleistet hat. Ich habe den Abend gestern mit einem netten mexikanischen Ehepaar auf dem Plaza Mayor ausklingen lassen. Ihre Tochter ist Ingenieurin und sucht gerade eine Stelle bei einem deutschen Automobilzulieferer. So klein ist die Welt.
Der erste Abend in den Gastfamilien war spannend, Verständigung mit Händen und Füßen, spanische Herzlichkeit und leckeres Essen sowie internationales Wohnheimflair.
Heute morgen haben wir mit José die Praktikumsbetriebe besucht. Alle waren topp ausgeschlafen, da sie direkt nach dem Abendbrot ins Bett gefallen sind. Die Reise und so viel Spanisch am Ohr zehrt. Fast alle wurden supernett begruesst, die Praktika reichen von einer Hotelfachschule über Klamottenläden bis hin zum YMCA. Beim Herrenausstatter PuroEgo fing die zuständige Dame jedoch gleich an, sich bei José zu beschweren, dass sie keine Zeit hätte, um sich um Leute mit mangelnden Sprachkenntnissen zu kuemmern. So hatte auch Katharina trotz guter Sprachkenntnisse keine Lust mehr, dort nächste Woche anzufangen und glücklicherweise hat José heute schon etwas anderes organisiert. Nach soviel Latscherei, hier passiert eigentlich alles zu Fuß, haben wir uns erstmal in einer spanischen Tapasbar gestärkt. Jetzt geht es gerade mit einem Seminar zur Abeitssicherheit und Gesundheit weiter, das sogar creditpoints an einigen europäischen Unis bringt.