Inhaltsübersicht
Inhalt - 1 Das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg - 2 Leitbild - 3 Zusammenarbeit Schüler - Lehrer - 4 Schulleben
5 Qualifikation von Lehrerinnen u. Lehrern - 6 Öffnung der Schule - 7 Die Bildungsgänge des ESBK im Einzelnen
Inhalt Vollzeitschulische Bildungsgänge
7.1.1 Das Wirtschaftsgymnasium - 7.1.2 Die Höhere Handelsschule - 7.1.3 Die BFR - 7.1.4 Das BGS
7.1 Vollzeitschulische Bildungsgänge
7.1.2 Die Höhere Handelsschule
Die Höhere Handelsschule - zweijährige Berufsfachschule (FHR)
Die Höhere Handelsschule ist eine zweijährige berufsvorbereitende Schule in Vollzeitform, die die Klassen 11 und 12 (Unter- und Oberstufe) der Sekundarstufe II umfasst. Sie vermittelt den Schülerinnen und Schülern eine breite Grundlagenbildung für das gesamte Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung sowie den schulischen Teil der Fachhochschulreife. Aufnahmevoraussetzung für die Höhere Handelsschule ist die Fachoberschulreife. Vor der Aufnahme erfolgt eine eingehende Beratung der Schülerinnen und Schüler und eine Schullaufbahnplanung auf der Grundlage ihrer Interessen und bisheriger Zeugnisse.
Der Bildungsgang baut auf bisherige Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler auf, vertieft sie und akzentuiert dies beruflich, indem beispielsweise Englischkenntnisse für die Handelskorrespondenz und Mathematikvorwissen für die Finanzmathematik weiterentwickelt werden. Die im Bildungsgang erworbenen beruflichen Kenntnisse sowie gesellschaftlichen und personalen Handlungskompetenzen sollen den Schülerinnen und Schülern den Zugang in das Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung erleichtern. Die Inhalte des Bildungsganges sind so ausgelegt, dass die Schülerinnen und Schüler erweiterte berufliche Kenntnisse erhalten, die später in der Berufsausbildung spezifiziert werden können.
Neben der Vermittlung einer guten berufsübergreifenden Bildung stehen in der Höheren Handelsschule drei Schwerpunkte im berufsbezogenen Bereich im Vordergrund, die von elementarer Bedeutung für eine zukünftige Tätigkeit im Berufsfeld sind:
- eine gute kaufmännische Grundbildung
- Kenntnisse in der Daten- und Textverarbeitung,
- Anwendung von Standardsoftware (Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Dateiverwaltung)
- solide Fremdsprachenkenntnisse mit einem Schwerpunkt berufsbezogener und landeskundlicher Aspekte.
Nach erfolgreichem Abschluss durch eine Prüfung kann in Verbindung mit einem 24-wöchigen Praktikum oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung ein Studium an einer Fachhochschule aufgenommen werden. Damit ist die Höhere Handelsschule nicht nur qualifizierend für eine anspruchsvolle Berufsausbildung, sondern auch für ein Studium. Das bedeutet, dass neben der Orientierung an Fachinhalten, die dem Stand der entsprechenden Bezugswissenschaften entsprechen, Formen selbstständigen Arbeitens und spezielle Verfahrens- und Erkenntnisweisen der Fächer erarbeitet werden.
Daneben will die Höhere Handelsschule Hilfestellung leisten bei Fragen zur Lebensbewältigung und bei der Integration in das Gemeinwesen. Selbstverwirklichung in sozialer Verantwortung erfordert eine Erziehung zur Handlungsfähigkeit nicht nur im eigenen Berufsfeld, sondern in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.
Bisherige Entwicklungen und Ziele
Um auf ein künftiges Berufsleben vorbereitet zu werden, erhalten die Schülerinnen und Schüler in der Höheren Handelsschule möglichst früh Einblick in die Praxis des Berufsfeldes Wirtschaft und Verwaltung. Das geschieht beispielsweise durch Betriebsbesichtigungen oder durch Vorträge externer Referenten aus Industrie, Dienstleistungen und Handel in Ausbildungsbetrieben oder in der Schule. In der Oberstufe tragen Bewerberseminare sowie der Besuch von Veranstaltungen des Arbeitsamtes dazu bei, im Wettbewerb mit Mitbewerbern erfolgreich zu sein.
Im Unterricht soll möglichst häufig handlungsorientiert und fächerübergreifend gearbeitet werden. Dies erfordert eine starke Kooperation der Fächer und eine gute mediale Ausstattung der Schule. In einer Reihe von Fächern werden Parallelklausuren geschrieben.
Alle Schülerinnen und Schüler erhalten in der Unterstufe der Höheren Handelsschule eine Einführung in Lern- und Arbeitstechniken, deren Anwendung eigenverantwortliches Handeln ermöglicht.
Fahrten ins europäische Ausland, wenn möglich in Verbindung mit Partnerschulen, sollen den Schülerinnen und Schülern das Zusammenwachsen Europas deutlich werden lassen. Neben der Verbesserung der Sprachkompetenz lernen sie andere Kulturen und Mentalitäten kennen, deren spezielle Ausprägungen der Internationalisierung und Globalisierung des Handels notwendig sind. Ziel für das laufende und kommende Schuljahr ist es, Partnerschulen für intensive Schüleraustausche in englisch-, französisch- und spanischsprachigen Ländern zu finden.
Die Schülerinnen und Schüler der Höheren Handelsschule sollen fächerübergreifend dazu „erzogen“ werden, ihren „Arbeitsplatz“ Schule sauber zu halten und umwelt-schonend zu agieren. Ziel ist es, alle Beteiligten von der Notwendigkeit ökologischen und ökonomischen Handelns zu überzeugen und bewusst zu machen, dass Ökologie und Ökonomie sich nicht widersprechen müssen. Die Bedeutung des Energiesparens als Folge immer knapper werdender Ressourcen und das Projekt einer umweltfreundlichen Schule sollten den Schülerinnen und Schülern nahe gebracht werden.
Es wird im Differenzierungsbereich ein Konzept angestrebt zur Stützung schwächerer Schülerinnen und Schüler in bestimmten Fächern. Ebenso wichtig erscheint aber auch, begabten und fleißigen Schülerinnen und Schülern Förderkurse zu ermöglichen, damit ihren individuellen Neigungen und Fähigkeiten Rechnung getragen wird.
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