Inhaltsübersicht

Inhalt - 1 Das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg - 2 Leitbild - 3 Zusammenarbeit Schüler - Lehrer - 4 Schulleben
5 Qualifikation von Lehrerinnen u. Lehrern - 6 Öffnung der Schule - 7 Die Bildungsgänge des ESBK im Einzelnen


5.1 Lehrerausbildung

Das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg ist Ausbildungsschule im Rahmen der schulpraktischen Ausbildung von Referendarinnen und Referendaren an Berufskollegs und führt die Lehrerausbildung gemeinsam mit dem Studienseminar in Hagen durch. Der Ausbildungsunterricht umfasst Unterricht unter Anleitung und selbstständigen Unterricht.

Die Referendarinnen und Referendare, Lehrerinnen und Lehrer i. A. in der Ausbildung werden in die Bildungsarbeit des Eugen-Schmalenbach-Berufskollegs eingebunden, um ihnen die Möglichkeiten zu eröffnen, die notwendigen Grundlagen für ihr berufliches Leben zu erwerben. Von den Referendaren wird erwartet, dass sie ihre Ausbildung aktiv und eigenständig in Kooperation mit der Schule gestalten. Das Kollegium betrachtet es als eine Selbstverständlichkeit und ein kollegiales Anliegen, die Referendare auf ihrem Weg in den Beruf angemessen zu unterstützen. Von der Zusammenarbeit Seminar/Schule, Referendare/Schule erhofft sich das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg einerseits eine Weitergabe seiner schulpraktischen Erfahrungen und andererseits Anregungen und Bereicherungen für seine pädagogische Arbeit.

Zur Ausbildung an unserer Schule gehören das individuelle Beratungsangebot durch Ausbildungslehrer, die Schulleitung und Ausbildungskoordinatoren und ein so genanntes Begleitprogramm, in dem alle Handlungsfelder des Lehrerberufes thematisiert werden.

Am ESBK befinden sich seit den letzten Jahren im Durchschnitt zehn Referendarinnen und Referendare und Lehrerinnen und Lehrer i. A. in der Ausbildung. Die Kolleginnen und Kollegen werden zu unterschiedlichen Zeiten eingestellt und es gelten für sie meistens unterschiedliche Prüfungsordnungen. Das stellt an die Ausbildung in der Schule besondere Anforderungen. Deshalb wurde die Anzahl der Ausbildungskoordinatoren auf drei erhöht. Auch das Begleitprogramm wurde umstrukturiert um den unterschiedlichen Ausbildungsniveaus Rechnung zu tragen.

Zum Begleitprogramm gehören:

Individuelles Beratungs- und Informationsangebot

Gemeinsame Beratungs-/Informationsveranstaltungen

Obligatorische Themen und Inhalte

Für „Anfänger“ 
Richtlinienbezüge und Bildungsvorgaben, Dokumentationswesen an der Schule (Klassenbuchführung, Notenlisten), Aufgaben des Lehrers/Klassenlehrers, Tätigkeiten und Aufgaben zu Beginn eines Schuljahres 
Die Bildungsgänge des Eugen-Schmalenbach-Berufskollegs und sein Schulprofil 
Effektive Gestaltung der Lehrerausbildung am ESBK (Zeitmanagement etc.)  
Aspekte der Unterrichtsplanung, -vorbereitung, -durchführung und -nachbereitung 
Für „Fortgeschrittene“  
Lernvoraussetzungen und Arbeitsbedingungen der Schüler 
Handlungsorientiertes Unterrichten – Möglichkeiten und Grenzen; beurteilen, beraten und fördern von Schülern 
Überprüfung, Bewertung und Benotung schriftlicher und sonstiger Schülerleistungen 
Didaktische Jahresplanung und Umsetzung der Lernfelddidaktik 
Unterrichtsstörungen und Kommunikations- und Interaktionsstrategien  
Evaluation von Arbeits- und Lernergebnissen und –strategien / Qualitätssicherung 

Neben diesen obligatorischen Themen werden Fragen erörtert, die sich aus der täglichen Schul- und Unterrichtsarbeit der Kolleginnen und Kollegen ergeben.

Gemeinsame Teilnahme am "Regionaltreff"

Das Studienseminar lädt in regelmäßigen Abständen Referendare und Lehrer i. A. des ESBK und den Lüdenscheider Berufskollegs sowie deren Ausbildungskoordinatoren, Seminarausbilder und interessierte Ausbildungslehrer zu einer Konferenz zur Ausbildungssituation im Seminar und den Schulen ein. Der „Regionaltreff“ dient der Kooperation von Schule und Seminar. Zudem werden ausbildungsrelevante Fragen geklärt und Vereinbarungen zur Ausbildung getroffen.

5.2 Lehrerfortbildung

Die raschen und grundlegenden Veränderungen im Wirtschafts- und Arbeitsleben führen zu einem veränderten Verständnis der schulischen Bildung, die u. a. darauf angelegt sein muss, die Bereitschaft zum lebenslangen Lernen zu fördern.

Das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg will seinen Schülerinnen und Schülern dazu die notwendigen Kompetenzen vermitteln, die ihnen helfen sollen, ihre gegenwärtigen und künftigen Arbeits- und Lebenssituationen bewusst wahrzunehmen und zu erschließen, um für wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen handlungsfähig zu sein.

Um den veränderten Anforderungen gerecht werden zu können, wird von unserem Kollegium die Forderung geteilt und angestrebt, dass "Fortbildung selbstverständlicher Bestandteil der Berufsausübung wird" (Bildungskommission NRW: Zukunft der Bildung – Schule der Zukunft, Neuwied 1995, S. 316). Die Kolleginnen und Kollegen haben immer schon umfänglich interne und externe Fortbildungsangebote genutzt, wobei individuelle Schwerpunktsetzungen bei Art und Umfang einen hohen Stellenwert hatten.

Konzept der Fortbildung und Fortbildungsplanung

Fortbildungskonzept ESBK

Lehrerfortbildung in unserem Berufskolleg soll nachhaltig angelegt sein, was eine genaue Auftragsklärung voraussetzt. Eine Transferwirksamkeit einer so verstandenen Lehrerfortbildung gelingt nur, wenn die Themen und das Lernen in der jeweiligen Fortbildungsmaßnahme sich daran orientiert, welche Schulentwicklungsvorhaben existieren bzw. geplant sind und welche Prioritäten sie haben.

Die Erhebung unseres Fortbildungsbedarfs in den einzelnen Bildungsgängen im ESBK soll daher die Grundlage für eine mittel- bis langfristige Fortbildungsplanung werden. Dazu könnte in den unten dargestellten Schritten (s. Abb.) vorgegangen werden.

Dabei wird sich wahrscheinlich herausstellen, dass in der Abfolge dieser Schritte Gleichzeitigkeiten, Sprünge und Unterbrechungen erkennbar sind. Beispielsweise wird Schritt 5 "Anwendung in der Praxis" oft bereits bei der Planung und Durchführung der Fortbildungsveranstaltungen vorbereitet, indem Möglichkeiten, die Anwendung des Gelernten im schulischen Alltag zu fördern, vorab besprochen und vereinbart werden.

Prozess der Fortbildungsplanung in 2005/2006

In allen Bildungsgangkonferenzen findet zur Zeit eine systematische Ermittlung des spezifischen Fortbildungsbedarfs und der vorhandenen Fortbildungspotentiale statt. Auf der Basis dieser Daten erfolgen am Schuljahresende Vereinbarungen zur Fortbildungsplanung und möglichen Fortbildungsangeboten.

Durch den Bezug zum Schulprogramm soll erreicht werden, dass die individuelle Fortbildung eine größere Bedarfsorientierung erfährt und größere Verbindlichkeit für den einzelnen gewinnt. Beim Abgleichen des schulisch notwendigen Fortbildungsbedarfs sollten Fortbildungsperspektiven erkennbar werden,

Neben den Fortbildungsgeboten externer Träger, z. B. durch die Bezirksregierung, Lehrerverbände, konfessionelle Träger, Wirtschaftsverbände, Universitäten u. a., soll als wesentlicher Bestandteil des Fortbildungskonzeptes eine standortnahe, selbstorganisierte Fortbildung in den Vordergrund treten. In diesem Zusammenhang sollen die Möglichkeiten stärker genutzt werden, die sich aufgrund der Kooperationen mit den dualen Partnern ergeben können.

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