Inhaltsübersicht
Inhalt - 1 Das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg - 2 Leitbild - 3 Zusammenarbeit Schüler - Lehrer - 4 Schulleben
5 Qualifikation von Lehrerinnen u. Lehrern - 6 Öffnung der Schule - 7 Die Bildungsgänge des ESBK im Einzelnen
4.1 Lern- und Arbeitsort Schule
Die Schülerinnen und Schüler, die Hausmeister, die Sekretärinnen und die Lehrerinnen und Lehrer des Eugen-Schmalenbach-Berufskollegs in Altena und Halver-Ostendorf sind sich bewusst, wie massiv eine positive Gestaltung des Schullebens die angestrebten Lernerfolge unterstützt. Daher bemühen wir uns, dauernd die vorfindbaren Bedingungen zu überprüfen und zu verbessern.
Zu einer einladenden Schule gehört ein ansprechendes und gepflegtes Schulgelände. Im Rahmen der letzten Projekttage sind Teile der beiden Gebäude von Schülern gestaltet worden. Verschiedene Maßnahmen, um z. B. Verschmutzungen dauerhaft zu verringern, sind mit den Hausmeistern und den Schülern ergriffen worden (ausgewiesene Raucherzonen, Ordnungsdienste, neue Hausordnung und Schulvertrag).
Zur Gebäudesituation an beiden Standorten: Die aus den 60er Jahren stammenden Gebäude verlangen nicht nur einen hohen Unterhaltungsaufwand, sondern auch nach über 30 Jahren die Bereitstellung finanzieller Mittel zur zeitgemäßen Umgestaltung.
Maßnahmen zur Umgestaltung am Schulstandort Halver
Begonnen wurde mit einer arbeitsgerechten Möblierung der Lehrerzimmer sowie der Arbeitsräume für Lehrer. In Halver-Ostendorf hat die inzwischen abgeschlossenen Sanierung des Gebäudes (PCB-Belastung, Einbau neuer Fenster, Brandschutz) zeitliche Verzögerungen bedingt, aber auch bessere Voraussetzungen für die Umgestaltung der Arbeits- und Unterrichtsräume ermöglicht. Insbesondere konnten jetzt die dringend erforderlichen Sonnenschutzsysteme eingebaut und eine anregende und freundlichere Gestaltung der Klassenräume und Flure in Angriff genommen werden. Auch wurden erste Maßnahmen zur Umgestaltung der Schüler-Cafeteria getroffen (Entfernung der Trennwand zum Atrium, neue Bestuhlung, Gestaltung der Wände), um das von einer Arbeitsgruppe am 2. Pädagogischen Tag entwickelte Konzept in diesem und dem kommenden Schuljahr zu ermöglichen.
Inzwischen ist auch der Parkraum für Schülerinnen und Schüler am Standort Halver-Ostendorf deutlich erweitert worden. Dennoch ist die Parksituation angespannt. Wegen der dezentralen Lage der Schule und sind Schüler darauf angewiesen mit eigenen PKW zur Schule zu kommen. Es soll darauf hingewirkt werden, dass den Schülern im Unterricht Einsicht in umweltgerechtes Verhalten vermittelt wird. Dies bedeutet, dass sie angehalten werden, die für sie kostenlose Beförderung durch Schulbusse der Fahrt mit dem PKW vorzuziehen. Wenn wegen der nicht zumutbaren Verbindungen des ÖPNV die Anfahrt mit dem PKW erfolgen muss, so sollen sich die Schüler - ebenso wie die Lehrer - um Fahrgemeinschaften bemühen. Im Interesse der besonders weit entfernt wohnenden Berufsschüler, die häufig nach der Schule noch zu ihrem Ausbildungsbetrieb fahren müssen, muss notfalls auch über eine Parkraumregelung für diese Schülergruppe beraten und entschieden werden.
Maßnahmen zur Umgestaltung am Schulstandort Altena
Am Standort Altena sollen die bereits begonnenen Maßnahmen zur Einrichtung und Umgestaltung von Räumen (Interneteinrichtung in Klassenräumen der Laptopklassen, Aufenthaltsraum für Schüler) weitergeführt werden. Wir begrüßen das vom Märkischen Kreis beschlossene zentrale Gebäudemanagement. Hierdurch werden die o. a. Zielsetzungen sicherlich besser und zügiger umgesetzt werden können.
Einrichtung einer Mediothek an beiden Standorten
An beiden Standorten ist die Einrichtung einer Mediothek mit einem Arbeitsbereich für Schülerinnen und Schülern geplant. Dazu wurde von einer Arbeitsgruppe von Kolleginnen und Kollegen eine Konzeption für beide Schulstandorte entwickelt, die die räumliche und technische Ausstattung beschreibt und auch erste Überlegungen zur Nutzung beinhaltet. Die Umsetzung dieser Konzeption steht noch aus, da die finanziellen Mittel bisher noch nicht bewilligt wurden.
Vorgesehen ist, dass die Mediotheken von Schülerinnen und Schülern und Lehrerinnen und Lehrern individuell genutzt werden und auch als Lernzentren im Rahmen des Unterrichts gebucht werden können. Es werden PC-Arbeitsplätze mit Internetzugang eingerichtet, die individuelles Lernen, Prüfungs- und Unterrichtsvorbereitung ermöglichen. Bücher, Fachzeitschriften, CD-Roms und DVDs werden als Präsenzbestände zur Verfügung stehen.
Die vorhandenen Buchbestände der Schulbibliotheken wurden gesichtet, nach Fachbereichen gegliedert und inzwischen unbrauchbare Titel aussortiert. Diese aussortierten Titel sind dem Kollegium zunächst zum privaten Erwerb angeboten worden. Restbestände sind von der Kreuzkirchengemeinde für den „Limabasar“ zu Gunsten des Kinderhilfswerkes Kimain 2006 übernommen worden. Die Bestände schuleigener Medien, die sich bei den Fachgruppen befinden, wurden erhoben und sollen bei der Einrichtung der Mediotheken in den Präsenzbestand übernommen werden.
Der Ausstattung der Mediothek mit Büchern, Fachzeitschriften, CD-Roms und DVDs sollen die Wünsche der Kolleginnen und Kollegen sowie der Schülerinnen und Schüler zu Grunde gelegt werden. Das Kollegium wurde bereits befragt, während eine Befragung der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich ihrer Wünsche noch aussteht. Bücher wurden bisher noch nicht angeschafft, da die räumlichen Voraussetzungen für ihre Unterbringung noch nicht gegeben sind. Erste DVDs sind erworben worden, die in Kürze bereits an Lehrer ausgeliehen werden können. Die Fertigstellung ist für das nächste Schuljahr geplant.
Medienentwicklungsplan
Der Märkischer Kreis als Schulträger gab vor einigen Jahren an eine externe Unternehmung den Auftrag, einen Medienentwicklungsplan für alle Schulen in Trägerschaft des Kreises zu erstellen. Die Bestandsanalyse bestätigte die schon vorher von der Schulleitung des Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg angesprochene relativ schlechte Ausstattung unseres Berufskollegs mit Medien, insbesondere mit Computern.
Konsequenterweise wurden daher in den letzten Jahren erhebliche finanzielle Mittel in die Beseitigung dieses Mangels investiert, so dass heute (Dezember 2005) von einer guten Ausstattung gesprochen werden kann:
- Jeder Klassenraum an beiden Schulstandorten ist mit einem Anschluss an das Glasfasernetz der Schule ausgestattet
- Die Serverräume verfügen über leistungsstarke Computer und entsprechende Sicherheitstechnik
- Die PC-Fachräume sind bis auf eine Ausnahme modernisiert und mit modernen Terminals ausgestattet worden
- Für die schnelle Behebung von Software-Problemen besteht ein Servicevertrag mit einem zuverlässigen und schnellen Unternehmen, so dass keine längeren Ausfälle von ganzen PC-Räumen mehr zu befürchten sind
- Insgesamt 6 Klassenräume sind für Notebook-Klassen eingerichtet
- Für die Arbeit von Lehrkräften in Freistunden und nach Unterrichtsende sind einige PC-Arbeitsplätze eingerichtet worden
- Ein Notebook-Wagen mit 15 Notebooks wurde für den mobilen Einsatz in Klassenräumen angeschafft
- Weitere mobile Einsatzmöglichkeiten bestehen für Kombinationen von Notebooks, Beamern und Camcordern
Für die nächsten 18 Monate ist folgende weitere Verbesserung der Medienausstattung geplant:
- Einrichtung von zwei weiteren Notebook-Klassenräumen
- Kompletter Ersatz des letzten mit Desktops ausgestatteten Computerraumes
- Einrichtung je einer Mediothek an jedem Schulstandort
- Ausstattung je eines Raumes mit einem fest installierten Beamers mit entsprechender Basistechnik
- Anschaffung weiterer Beamer für mobilen Einsatz sowie Montage mit Deckenhalterung in Fachräumen
- Einrichtung weiterer Lehrer-Arbeitsplätze
- Erhöhung der Zahl der Schülerarbeitsplätze in einigen Computerräumen
- Anschaffung weiterer Notebook-Wagen
4.2 Beziehungen der am Schulleben Beteiligten
Noch wichtiger als die äußeren schulischen Bedingungen sind die zwischenmenschlichen Beziehungen der am Schulleben Beteiligten. Hier ist in der Vergangenheit eine gute Basis gelegt worden, weil ein freundliches, hilfsbereites und tolerantes Verhalten die Arbeit in der Schule erleichterte. In Zukunft ist dieser Zustand zu sichern und durch ein geeignetes Vorgehen, z. B. durch das Einüben von Konfliktlösungsstrategien, zu optimieren. Hierbei bieten die im Leitbild angesprochenen Ziele wertvolle Orientierungen. Nur in ganz seltenen Ausnahmen wird das insgesamt positive Verhältnis der Schüler untereinander durch vereinzeltes gewalttätiges Verhalten getrübt. Hier wollen wir besonders aufmerksam sein und das gegenseitige Verständnis von Schülern unterschiedlicher Herkunft durch Informationen und Aktionen fördern.
Das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg will nicht nur die äußeren und kommunikativen Bedingungen verbessern, sondern auch gewährleisten, dass neben dem Lernen im Rahmen des Stundenplans weitere Möglichkeiten zur Erreichung der angestrebten Kompetenzen beitragen. Als geeignete Beiträge zu diesem Ziel werden die Gründung von projektbezogenen Arbeitsgemeinschaften, Besuche von Firmen, Behörden und kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Einrichtungen sowie Wanderungen, Tagesfahrten und mehrtägige Klassenfahrten in die Jahresplanungen aufgenommen.
Zu einem guten Miteinander der Beteiligten am Schulleben führten in der Vergangenheit Feste und Feiern. Zu unserem Verständnis von Gemeinschaft gehörte und gehört weiterhin, dass die ausgeschiedenen Kolleginnen und Kollegen zu Kollegiumsfeiern und Schulfesten eingeladen wurden. Wir wollen unsere Feierkultur so weiterentwickeln, dass sie insbesondere unseren Schülerinnen und Schülern neben der Entfaltung von Spontaneität und Kreativität auch Anreize zum selbstständigen, zielbezogenen Handeln bietet. Besonders Abschlussfeiern nach bestandenen Prüfungen dienen der Wertschätzung für das Geleistete und können Mitschüler motivieren sich ebenfalls zu bemühen und Leistung zu zeigen.
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