GO07C auf der Telekom-Hauptversammlung
Vor der Köln Arena wurde der 11. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums die Dimension der Hauptversammlung der Telekom AG erst bewusst
Eine Schulklasse des Wirtschaftsgymnasiums als Gast unter 6500 Telekom-Aktionären
„Der Besuch der Hauptversammlung der Telekom AG in der Köln Arena hat sich auf jeden Fall gelohnt“ kommentierte Linn Battenfeld den Tagesausflug ihrer Klasse GO07C. So erschienen viele Themengebiete, die bereits vorher bereits vorher im Unterricht behandelt wurden, wesentlich greifbarer. Neben den Aufgaben der einzelnen Organe der Aktiengesellschaft wurde unter anderem auch die Thematiken Personalpolitik, Outsourcing, Markt und Preis, Globalisierung, Buchführung und Kostenrechnung sowie der Einfluss des Staates und der Gewerkschaften aus dem Blickwinkel der Telekom AG deutlich. Von Obermann verwandte Begriffe wie EBITDA, also Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sowie Free Cash-Flow werden die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Bilanzanalyse in der Jahrgangsstufe 13 noch näher kennen lernen.
Die Rhetorik des Vorstandsvorsitzenden René Obermann während seines gut einstündigen Lageberichts beeindruckte alle Schülerinnen und Schüler, auch wenn er mit dem Protest von Seiten der Belegschaftsaktionäre in Form von Buhrufen umgehen musste. Diese wandten sich gegen die Pläne des Vorstands, rund 50.000 Arbeitsplätze in Servicegesellschaften auszulagern, Arbeitszeiten zu verlängern und Gehälter zu kürzen. „Unser Ziel ist es, diese Arbeitsplätze im Konzern wirtschaftlicher zu machen und möglichst zu erhalten“ sagte Obermann. In diesem Zusammenhang erinnerte sich Cristina Panunzio süffisant an die Aussage eines Vertreters der Kleinaktionäre, dass im Hinblick auf Kündigungen das Erinnerungsvermögen von Vorstandsvorsitzenden in der Regel nicht sehr ausgeprägt sei.
Als zukünftige Notebookklasse waren für die Lernenden auch die Ausführungen zu dem permanenten Wandel und der zunehmenden technologischen Komplexität der Telekommunikation sehr interessant. Laut Obermann werden im Jahr 2015 viele Menschen anders arbeiten. „Teamarbeit wird weitgehend unabhängig vom Standort möglich sein – durch den Einsatz moderner Software und Telekommunikations-Systeme. Die Software kommt zunehmend aus dem Netz und kann über verschiedene Zugangsnetze und von verschiedenen Geräten aus genutzt werden. “
Natalie vom Dahl würde ihr Kapital nicht in ein so großes Unternehmen investieren:“ Mir war die Hauptversammlung viel zu unpersönlich.“ Jennifer Rother hingegen war fasziniert von den Menschenmassen in der Arena und der reibungslosen Gratisverpflegung für die Aktionäre. Mit Erfrischungsgetränken, Kaffee, Brezeln, Frikadellen und Würstchen gestärkt konnten auch die Schülerinnen und Schüler der Hauptversammlung besser folgen. Jennifer erkundigte sich sogleich, welchen Beruf sie erlernen müsste, um solche Events zu organisieren. „Eventmanagement, das wäre ein Studiengang für mich“, meint sie.
Jasmin Müller und ihre Freundinnen nutzten hingegen die Chance, sich in der Köln Arena über die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten der Telekom AG zu informieren. Die Palette reicht von den IT-Berufen über kaufmännische und gewerblich-technische Berufe bis hin zum Dualen Studium. Der Ausbildungsleiter der Niederlassung Hagen erklärte sich auf Anfrage der Schülerinnen sofort bereit, zur persönlichen Beratung in das Eugen-Schmalenbach-Berufskolleg zu kommen.
Bilder von der Fahrt gibt es hier:
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